Der Islam

Der Islam ist die zweitgrößte Religion der Erde und hat geschätzt etwa 1,5 Millionen Anhänger. Im deutschsprachigen Raum werden diese Anhänger Muslime oder Moslems genannt. Genau wie das Christentum und das Judentum ist der Islam eine monotheistische Religion, die nur einen allumfassenden Gott anerkennt, den die Muslime Allah nennen. Der Urvater aller drei Religionen ist der Prophet Abraham, auch Jesus Christus kommt im Islam vor, gilt aber nur als Prophet.

Wann und wie entstand die islamische Religion?

Der Islam gilt als die jüngste der Weltreligionen und hat seinen Ursprung in Mekka.

Der Islam gilt als die jüngste der Weltreligionen und hat seinen Ursprung in Mekka.

Sie ist jünger als Judentum und Christentum und entstand im siebenten Jahrhundert nach Christus. Mohammed, dem Sohn eines Kaufmanns aus dem Stamm der Queirash aus der Stadt Mekka erschien damals im Alter von 40 Jahren der Erzengel Gabriel und diktierte ihn über mehrere Jahre hinweg die “Verse der göttlichen Weisheit”, den Koran, der für alle Anhänger absolut gültiges Gesetz sein sollte. Der Prophet Mohammed verkündete die ihm überbrachten Botschaften, anfangs, ohne dafür viele Anhänger zu finden. Deshalb musste die junge islamische Gemeinde Mekka verlassen und wanderte 622 n.Ch. ins heutige Medina aus. Dieses Ereignis gilt als erstes Jahr der islamischen Zeitrechnung. Nach langen kriegerischen Auseinandersetzungen wurde im Jahr 630 n.Ch. Mekka durch die Islamisten erobert und Allah als einziger Gott durchgesetzt.

Welche Glaubensrichtungen hat der Islam und wie entstanden sie?

Wissenschaftlich betrachtet gibt es im Islam 13 verschiedene Glaubensrichtungen oder Abspaltungen, die bedeutendsten sind die Sunniten, die Schiiten und die Aleviten. Die Sunniten stellen die größte Glaubensrichtung des Islam dar und in den meisten islamisch geprägten Ländern sind Sunniten in der Mehrheit. Ausnahmen sind der Iran, der Irak, Aserbaitschan, Bahrein, der Libanon und der Oman. Der Name Sunniten stammt vom arabischen Wort al Sunna (Volk der Tradition). Die zweitgrößte Glaubensrichtung des Islam, die Schiiten, entstand durch den Streit darüber, wer nach dem Propheten Mohammed seine Nachfolge antreten und die muslimische Gemeinschaft leiten sollte. Die meisten Muslime einigten sich darauf, einen Nachfolger (Kalifen) zu benennen, einige waren der Überzeugung, dass nur ein Nachfolger aus Mohammeds Familie ihr geistiger Führer sein könnte, und wollten Ali ibn Abi Talib , Mohammeds Cousin und Schwiegersohn, dazu machen. An dieser Frage spalteten sich die Schiiten (Schi at Ali = die Partei Alis) von den Sunniten ab. Bei den Aleviten, die hauptsächlich Türken bzw. Kurden sind, wird wie bei den Schiiten Ali ibn Abi Talib als rechtmäßiger Nachfolger verehrt, aber bei ihnen hat er einen fast gottähnlichen Status.

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